Regeln

Kugelschlagen

- in seiner ursprünglichen Form -

Grundregeln!!!!

§ 1       Alle Teilnehmer treffen sich pünktlich am vereinbarten Stellplatz.

§ 2       Vom Treffpunkt aus geht es auf der jeweiligen Route über Feld und Flur.

§ 3       Ziel ist ein Gasthaus oder eine andere Aufenthaltsmöglichkeit an dem der Tag ausgewertet wird und die erzielten Strafgelder in Bier und Schnaps umgesetzt werden.



Die Kugelschlägergrundregel sagt:

§ 4       Es wird von da aus geschlagen, wo die Kugel vom Vorschläger liegen geblieben ist, sei es auf dem Feld, auf der Straße, im Bach oder auch im Wald.

§ 5       Für gute Schläge gibt es anerkennendes Gemurmel, für schlechte Strafgelder.

§ 6       Natürlich muss jeder missglückte Schlag wiederholt werden, dies jedoch höchstens zwei mal.

§ 7       Kugel, Heide und Knüppel müssen zusammen übergeben werden.

§ 8       Nach jedem Spiel müssen die Gerätschaften der beiden Parteien getauscht werden.



Ganz wichtig:

§ 9 besagt-    FRAUEN SIND GRUNDSÄTZLICH NICHT SPIELBERECHTIGT. AUSNAHMEN GIBT ES KEINE!!!!!




Werkzeuge und Hilfsmittel

1. Die Heide

Die Heide ist das Schlagwerkzeug. Sie besteht aus einem Holzklotz und dem Stiel. Traditionsbewußte Kugelschläger nehmen für den Stiel einen Weißdorn- oder einen Weideast.

2. Die Kugel

Die Holzkugel hat einen Durchmesser von ca.7 cm mit einer abgeflachten Seite, damit man sie auf dem Knüppel aufsetzen kann. Zum besseren Wiederfinden in Wald und Flur wird die Kugel bunt angestrichen. Eine Partei erhält eine blaue, die andere eine rote Kugel.

3. Der Knüppel

Der Knüppel ist der Holzstab auf dem die Kugel aufgesetzt wird. Seine Länge beträgt ca. 1 m, damit man sich beim Schlagen nicht so sehr bücken muss. Er ist an einem Ende möglichst angespitzt, am anderen Ende ist er möglichst flach.

4. Gummistiefel

Die Routen der Kugelschläger sind nicht gepflastert und auch nicht aus gepflegtem Rasen. Daher empfiehlt es sich Gummistiefel zu tragen!

5. Gutes Wetter

Kugelschlagen ist eigentlich ein Wettkampf für harte Männer. So macht ihnen typisches Herbstwetter mit Regen- und Hagelschauern nichts aus. Trotzdem wünschen sich alle insgeheim Sonnenschein und blauen Himmel – denn dann macht das Kugelschlagen noch mal so viel Spaß!!

6. Verpflegung

Ein Stück Bratwurst, ein Kanten Brot und natürlich etwas Flüssiges zum Aufwärmen sind unverzichtbar für jeden Kugelschläger. Dabei ist es jedem Spieler freigestellt seine Getränke auszuwählen. (Schnaps, Bier, Likör) Jedoch ist es untersagt, zwischen Treffen am Stellplatz und Siegerehrung alkoholfreie Getränke zu sich zu nehmen.


Das Spiel und die Rahmenbedingungen

  1. Vor Beginn des“ Kugelschlagens“ werden die Regeln laut vorgelesen und die Parteien gewählt. 
  2. Es wird eine „blaue“ und eine „rote“ Partei mit jeweils einem Master gewählt. Der Master ist der Spielführer seiner Partei und erhält ein „M“ für Master als farbige Markierung auf der linken Wange. Die anderen Spieler erhalten Ihre Startnummern „1“, „2“, „3“, usw ebenfalls in der Farbe ihrer Partei auf die linke Wange geschrieben.
  3. Der Master sowie die weiteren Startnummem werden durch Ziehen der entsprechenden Nummern zugelost.
  4. Geht die Anzahl der Spieler nicht genau auf, wird der letzte nicht gewählte Spieler als “Küken“ festgelegt. Das „Küken“ muss dann in beiden Mannschaften mitspielen und bekommt rechts ein blaues und und links ein rotes „K“ für Küken auf die Wangen geschrieben.
  5. Weiterhin wird ein Schriftführer festgelegt, der als möglichst neutrale Person auch als Schiedsrichter (in Zusammenarbeit mit den beiden Mastern) fungiert. Der Schriftführer darf einer Partei zugehören und am Spiel teilnehmen.
  6. Durch das Stockgreifen wird die spielbeginnende Partei ermittelt. Hierbei fassen die Master abwechselnd mit ihren Händen an einem Stock entlang und wer als letzter seine Hand anlegen kann, beginnt das Kugelschlagen.
  7. Der Schriftführer bestimmt von welchem Flecken aus der 1. Schlag eines jeden Spiels zu erfolgen hat und auch welche Richtung einzuschlagen ist.
  8. Der Master der Partei, welche das Stockgreifen gewonnen hat, beginnt mit dem 1. Schlag.
  9. Anschliessend ist der Master der anderen Partei daran, den 1. Schlag für sein Team zu schlagen.
  10. Nun ist immer die Partei mit dem nächsten Spieler dran, welches die Kugel in der hintersten Position hat.
  11. Es hat die Partei verloren, wessen Kugel nachdem alle Spieler dieser Partei einmal geschlagen haben die kürzeste Strecke in die vorgegebene Richtung zurückgelegt hat. Es kann also sein, daß von der siegreichen Partei nicht alle Spieler schlagen müssen.
  12. Beim nächsten Spiel beginnt die Partei, welches das vorherige Spiel verloren hat.
  13. Es beginnt jeweils der nächste Spieler mit dem 1. Schlag, also im 1. Spiel die Master, im 2. Spiel beginnt die Spielernummer 1, im nächsten Spiel die Spieler mit der Nr. 2, usw. So lange bis alle begonnen haben, dann beginnen wieder die Master usw.
Ach so...

Alkohol spielt eine nicht unerhebliche Rolle bei diesem Spiel, gerade erst dieser bringt die Spannung ins Spiel. Daher ist es nur Volljährigen erlaubt am Kugelschlagen teilzunehmen. Nach einem kompletten Fehlschlag (bei 3 Versuchen keine Berührung von Kugel und Heide) ist es die Pflicht eines Spielers einen bayrischen Tequila zu sich zu nehmen, andernfalls wird der Spieler disqualifiziert. Der Spieler der am Ende des Spieltages (wann auch immer das ist) den geringsten Geldbetrag auf seinem Konto verbuchen kann, hat gewonnen.

Wer einen Sinn in diesem Spiel sucht, der wird wohl nur den Spaß und die Erforschung der Natur finden. Es ist einfach toll, man muss es mal mitgemacht haben, um sich ein Urteil darüber zu bilden.

Startgeld 2,50€

Spielgelder

Verlorenes Spiel (pro Spieler) 0,50€
Pudel (Kugel unter 1 m vom Knüppel entfernt) 0,50€
Stockpudel (Kugel unter 1m vom Knüppel entfernt
und Knüppel ist umgefallen)
1‚00€
Heide zerbrochen à neue Heide kaufen 2,50€
Knüppel zerbrochen à neuen Knüppel kaufen 2,50€
Kugel verloren à neue Kugel kaufen 5,00€
Pudelkönig (der Spieler welcher die meisten Pudel
+ Stockpudel geschlagen hat)
1 Flasche Schnaps oder 10,00€

Strafgelder

Trinkregel (nur während der Spielpausen ist es erlaubt Schnaps zu trinken) 0,50€
Müllregel (wegwerfen von Müll) 2,50€
Wagen vergessen (siehe Masterregel) 2,50€
Knüppel mit Hilfsmittel einschlagen 2,50€
Knüppel und / oder Heide ablegen 2,50€
Kugel mit der breiten Seite des Hammers schlagen 2,50€
Kugellage verändern (Kugel vorschieben/schiessen) 5,00€
Kugel werfen anstelle zu schlagen ist streng verboten 20,00€
Sonderstrafe (je nach Vergehen) min 2,50€

Masterregeln:

Der jeweilige Master ist dafür verantwortlich Spieler zu bestimmen, welche den mitgeführten Bierhandwagen ziehen. Dabei ist immer das Team verantwortlich, welches das letzte Spiel verloren hat. Während des 1. Spieles zieht das Team den Handwagen, welches das Stockgreifen verloren hat. Es ist darauf zu achten, daß keine Utensilien vom Wagen verloren gehen. Der Schriftführer sowie - falls anwesend - das Küken sind vom Ziehen des Handwagens befreit. Wie auch bei einigen Politiker sollte und kann ein Küken im folge Jahr nicht wieder gewählt werden.

Zuwiderhandlungen (pro Team)
2,00€

Masterschlag verloren (nach dem letzten Spiel
schlagen die Master gegeneinander)

1 Flasche Schnaps oder 10,00€